Monthly Archive for June, 2007

Filmtipp: Manufactured Landscapes

Vorweg: Neben Anime mag ich Fantasy-, aber auch besonders gerne Horrorfilme.

Mit Interesse habe ich daher vor längerer Zeit die Dokumentation "Manufactured Landscapes" [Trailer] von Jennifer Baichwal  geschaut, die ohne große Effekte oder lange Interviews auskommt, aber recht verstörend ist. Gleichsam gruselig aber auch faszinierend.

Manufactured Landscapes zeigt Industrie. Wie Industrie Landschaften prägt, Menschen prägt, die Welt verändert. Der Film verdeutlicht neben Globalisierungsfragen auch die Notwendigkeit eines vorausschauenderen Umgangs mit der Welt.

Ganz großes Kino und insbesondere nach dem unsäglichen G8 Gipfel und dem Unwort des Jahres "Klimawandel" mal etwas anderes.

Unstable ist unstable

Xgl zu packagen, dagegen sträubt man sich bei Debian. Aber moto4lin, welches als Paket aus CVS Sourcen vorliegt, wurde in Debian Unstable akzeptiert.

Schlimm ist nur, dass die gebaute Version nicht funktioniert. Also muss man selber Hand anlegen und sowohl p2ktest als auch moto4lin bauen, will man das Programm denn nutzen.

Unstable heißt also nicht umsonst Unstable. 

Live CDs und USB-Stick Distros basteln

Fossel findet es faszinierend. Ich kann das gut verstehen, denn ich liebe es auch: Mit wenigen Befehlen, etwas rumgeschreibe in den Confs und einer Internetverbindung lassen sich grandios angepasste Livesysteme spielend einfach erstellen.

Ich habe zum Thema USB-Stick Distro und Live Helper (Debian) mal ein paar Links in meine del.icio.us Bookmarks gepackt, die das Thema anschaulich und praktisch aus zwei verschiedenen Perspektiven anreißen.

Und nur für die Skeptiker: Zumindest mit dem Live Helper kann man garkeinen Mist bauen :) . Da der Prozess auch nicht lange dauert, ist das evtl. mal eine kurzweilige Beschäftigung für einen verregneten Sonntagnachmittag. Ich sehe schon die ersten Systeme mit minimalem X, ZSNES und 600 MB Roms durch den Channel geistern :D .

Lesen Sie die Packungsbeilage!

Oder: Der trockene Humor der Pharmaunternehmen.

Aus der Packungsbeilage eines Nasensprays gegen allergischen Schnupfen:

Mit der Behandlung eines ganzjährigen allergischen Schnupfens sollte nach Möglichkeit vor dem Kontakt mit den allergieauslösenden Stoffen begonnen werden.

Schon etwas zynisch, wenn man das ganze Jahr über durch die Allergien auf Trab gehalten wird (ergo: immer in Kontakt mit Auslösern ist).

Ich kenn da wen…

…der wird unfreundlich, wenn man ihm die Wahrheit sagt. 

General Li Discontent speaking

Der große Feldherr, der König aller Strategen, der erste der immer stirbt – seine Heiligkeit General Li Discontent spricht heute zu den Sterblichen:

"Nach dem CNC3 Update auf 1.05 startete das Spiel nicht mehr mit Wine 0.9.39. Mit Wine GIT funktioniert es wieder, aber der Onlinemode will nicht mehr! Außerdem habe ich jetzt immer Buffer Underruns in DSound. Zenkokku no mina-san! Horobi! HOROBI! Kamikaze, Seppuku, Wasabi!"

Na hoffen wir, dass der General bald wieder mehr Freude an der Sache hat. Solange spielt er halt Hallenhalma.

Liferea: Kompromiss für transparente Trayicons

Wie llando im offiziellen Liferea Blog schreibt, sind die getesteten Methoden der vergangenen Wochen zwar teilweise recht erfolgreich, bringen jedoch einen Haufen Probleme und ungelöster Fragen mit. Daher gibt es nun statt einer vollständig neuen Variante die Qual der Wahl zwischen altem Trayicon ohne Unread Count oder neuem Trayicon ohne Transparenz.

Ich möchte dazu noch anmerken, dass auch die alte Implementierung nicht ohne Probleme und Ecksteine ist, da das Icon für Nutzer "verschwindet", die den im Blogpost so gern zitierten Panelslide haben. Das Icon taucht dann irgendwann wieder auf, wenn es neu gezeichnet wird. Bis dahin ist jedoch finito (aufgrund des fehlenden Expose). Wer mag, kann es gerne testen (erfordert einen Liferea Neustart, da die DrawingArea des Trayicons mit Unread Count ansonsten den Trayiconhintergrund weiterhin in schöne Monotonität hüllt – ein Problem, was viel viel mit dem Scheitern einer Neuimplementierung zu tun hat).

Ich biete deshalb auch einen Prototypen als Patch an, an dem wir lang rumdiskutiert und getestet haben.

Der Code ist ursprünglich noch für den 1.2 Branch von Liferea, sollte jedoch auch halbwegs sauber auf 1.3 und 1.4 anwendbar sein. Qualität ist eher mager (da halt eigentlich zum testen), aber besser als garnix. Ich werde natürlich weiter an der Sache herumbauen, Indianerehrenwort ;) .

So, damit jetzt kein Mißverständnis aufkommt und jeder weiß, warum dies nicht die Lösung schlechthin, aber ein recht akzeptabler Kompromiss ist: Der Code setzt voraus, dass beim Start von Liferea das Panel sichtbar ist, damit der Hintergrund des Panels über X Clientfunktionen (in diesem Fall durch GDK) bezogen und gespeichert werden kann. Wir haben mit einer Version rumexperimentiert, die auch dynamisch bei jedem Trayiconupdate den Hintergrund bezieht, war großer Schmuh (im Blogpost wird klar warum, das Problem ist auch auf GTKs seltsame Art des Offscreen Handling zurückzuführen und das dolle Problem mit dem Windowbereich der DrawingArea, die man nicht so einfach ausblenden kann).

Diese Version hier bezieht den Background also nur am Start, speichert ihn und malt ihn danach immer wieder. Für 90% der Normalsterblichen (und auch für die Panelslider) sollte dies ein ganz guter Kompromiss sein, will man sich nun partout nicht von dem Unread Counter trennen.

Außerdem bringt dieser Patch, wie gewünscht, größere Icons (Xara Sourcen inklusive).

Den Patch kann man sich hier herunterladen (traytest3.patch und jeweils ein Bilderset!). Die Bilder gehen in das Pixmaps Verzeichnis, der Patch wird mit patch -p0 < traytest3.patch angewendet.

Jetzt noch für interessierte Programmierer, die aus dem Kauderwelsch in den Klammern nicht schlau wurden: Die Idee bei jedem Expose auf Veränderung des Hintergrundes zu testen ist aus Performancegründen nicht praktikabel. Es erfolgt nicht nur ein Expose, sondern im Schnitt 5-6 Stück auf einmal. Da wir hier über X Clientfunktionen reden, laufen diese asynchron zu GTKs logischem Programmablauf. Das ist das erste Problem. Das zweite Problem ist, dass GTK eine mucho seltsame Art hat, das Unterelement Window der DrawingArea (den Bereich, auf den wir hier das Trayicon mit Unread Count zeichnen) zu handlen. Für ein erfolgreiches Regrabben des Hintergrunds muss der Bereich natürlich leer sein. Dank dem Window Element, welches sich allerdings weder durch unrealize(), noch durch hide() oder destroy() wirklich sinnvoll handlen lässt, bleiben sowohl der alte Hintergrund als auch das alte Icon im neuen Hintergrund erhalten – was bei den neuen semitransparenten Icons mächtig schlecht ist. Diese Probleme bieten sich nicht, wenn man den Hintergrund automatisch einmal am Programmstart während der Trayiconinstallation grabbt und speichert (da das Icon eh leer ist).

So, und nun viel Spaß ;) .

Verwerterfirmen sind mir unsympathisch

Schlimm genug, dass ich dank dem bescheidenen Kopierschutzes auf vielen DVDs keine Daten unter Linux sehe, nein, auch YouTube macht man systematisch kaputt.

Dass ganze Folgen von Serien gesperrt werden verstehe ich ja. Okay, wer sich das auf 320×240 antut, ist eh selber schuld.

Aber das nun auch Teaser, Trailer und Openings/Endings gesperrt werden ist neu. Und ganz schön armseelig. Es fällt niemandem ein Apfel vom Baum, wenn man die Opening Animation eines Anime (für diejenigen, die es nicht wissen: 1:30 Minuten lang) auf der Tube schauen kann. Oder halt einen Trailer einer noch nichtmal angelaufenen Serie.

Muss ich wohl nicht verstehen, wie der Zusammenhang zwischen Trailer auf YouTube und Verlust bei DVD Verkäufen zustande kommt. Promotion durch Fans ist offensichtlich nicht mehr erwünscht.

Gut, merke ich mir. DVDs brauch ich mir dann sicher ja auch nicht mehr anschaffen. Qualität ist durch die Bank weg eh beschissen (Zweikanalton statt 5.1, mieses Postprocessing etc.).

Shakugan no Shana: Second Season

Erschreckend, dass ich das noch nicht erwähnt habe.

Mehr tsundere-melonpan-urusai Love-Comedy-Drama. Der Herbst ist gerettet.

Spielerisches

Eine gute und eine witzige Nachricht:

Command & Conquer: Tiberium Wars in der Version 1.5 scheint nicht korrekt mit Wine 0.9.39 zu funktionieren. Das Spiel schmiert beim Wechsel auf die cnc3game.dat ab. Mal schauen, ob das evtl. in den nächsten Tagen gefixt werden kann… wäre schön :) .

Und hier was zum lachen: ATI reißt das Maul auf und wünscht sich eine Linuxversion von Enemy Territory: Quake Wars. Die wollen ihre Treiber so optimieren, dass das Spiel auf Windowsniveau (performancemäßig) läuft. Klar ATI, glaub ich natürlich… wenn nichtmal Doom 3 flüssig läuft… 

Facts of Life: QJoypad

QJoypad mag keine Funkjoypads, weil diese sich nach einiger Zeit ausschalten und QJoypad daraufhin interpretiert, dass dauerhaft eine bestimmte Taste gedrückt sei. Klingt nicht dramatisch, frisst aber 90% CPU Leistung.

Darum: QJoypad besser nicht mit Funkpads benutzen ;) .

Ramschram

Hört sich fast so schön an wie Redrum, nicht wahr? Hat nur leider weniger Bedeutung.

rams.jpg

Beim Entrümpeln der Kartonagen und aller Dinge unnütz purzelten sie mir in die Hände, da musst ich sie schön chronologisch ordnen.

Na, wer kann mir nun sagen, um welche Ramtypen es sich hier handelt (Bonuspunkte gibts, wenn man mir auch noch die Speichermenge jedes Riegels nennt)? ;)

Endlich mal wieder gutes Kabarett

 

IceCC

Mit meinem neuen Rechner an der Hand und meiner alten Maschine zurück in Funktion ist es Zeit, mal etwas zu spielen. Das Offensichtliche ist immer das Schönste: Bauen wir uns doch einen Kader aus Compilern.

Das geht nicht nur sehr einfach, sondern ist auch noch fürchterlich nützlich. Mit IceCC kann man mehrere Rechner im Netzwerk zu einem gemeinsamen Compilercluster zusammenschließen. Mehr Rechner = mehr Rechenleistung = schnelleres Kompilieren.

Die Zahlen sprechen für sich: Während sich mein A64 X2 6000 alleine 4 Minuten, 29 Sekunden mit dem Bau von Mplayer beschäftigt, sind es unter Zuhilfenahme des A64 3800 nur noch 1 Minute, 55 Sekunden. Wie viel bzw. ob es etwas bringt auch noch den A64 1800 mit an das Cluster (huhuhu) zu hängen, habe ich nicht mehr getestet :D .

Wer also noch ältere oder nichtgenutzte Systeme bei sich herumstehen hat (so fern nicht aus der Steinzeit stammend), kann mit IceCC mächtig Zeit sparen. Screenshot gibts natürlich auch.

Nachtrag: Ja, die Werte sind so hoch, da ich den ondemand CPU Freq. Governor auf allen Systemen benutze und die Systemleistung sich erstmal "hochschrauben" muss.

Myths debunked: PCI IDE Controller sind furchtbar langsam

Getestet, gestaunt, gebloggt. hde in diesem Fall die Platte am PCI IDE Zusatzcontroller (Promise Ultra133 TX2 via pdc202xx_new), sda die SATA Platte am boardinternen SATA Controller (sata_sil24).

# hdparm -Tt /dev/hde

/dev/hde:
 Timing cached reads:   2270 MB in  2.00 seconds = 1135.85 MB/sec
 Timing buffered disk reads:  178 MB in  3.02 seconds =  58.87 MB/sec

# hdparm -Tt /dev/sda

/dev/sda:
 Timing cached reads:   2262 MB in  2.00 seconds = 1132.12 MB/sec
 Timing buffered disk reads:  198 MB in  3.02 seconds =  65.46 MB/sec

Entweder ist meine SATA Platte fürchterlich langsam oder der Controller am PCI Slot recht schnell. Wie auch immer, die Leistung reicht mir zumindest vollkommen aus. Und hdparm liefert eh nur grobe Richtwerte ;) .

Also: WLAN ist immer noch nicht schneller als externe IDE Controller, WLAN ist auch nicht stabiler als externe IDE Controller und wer immer mit dieser dummen Analogie aufgekommen ist, sollte sich was schämen :) .