Ich hab mich heut endlich mal erbarmt und Ubuntu Linux ausprobiert, die Distro die momentan von allen hoch und heilig gelobt wird. Wie ich sie finde? Was ich denke?
Ubuntu ist eine sehr gute Distro, das muss man schon sagen. Ich hab mir die LiveCD gezogen, gebrannt, gebootet, meine Hardware wurde größtenteils erkannt und ich konnte sofort in 1600×1200 losfahren
. Über die GNOME-basiertheit des Ganzen lässt sich streiten, genau wie über den Theme. Mir zumindest gefällt er.
Alle meine kleinen Lieblingsbefehle aus alten Debiantagen finden sich auch in Ubuntu, was mir die Systemeinrichtung von 1 Stunde auf 2 Minuten verkürzt. Ich starte das Root Terminal, füg per nano 3 sourcen für apt-get hinzu, update meine Paketliste, installier mir VLC und will anfangen Videos zu schauen. Doch oh Schreck, jetzt schlägt GNOME zu, und jetzt schlagen auch die fehlenden Treiber für Grafikkarte zu – denn auf meinem Fernseher seh ich nur Wibbelwabbel und Video im Fullscreen geht auch nicht, da Taskbar immer eingeblendet bleibt. Das ist schonmal extrem ärgerlich, ich probier den mitgelieferten Mediaplayer aus, in der Hoffnung ich könne das Problem umgehen. Leider erkennt der Player XviD nicht und bricht ab. Tja Leute, das is schonmal ein riesiger Minuspunkt für Ubuntu, ich brauch zumindest funktionierenden Fullscreen im Video, wenn ihr mir den TV Out schon nicht gönnt!
Also weiter im Test, ich zieh mir Wine, probier einige Anwendungen aus. Läuft alles tadellos.
Aber wie ist denn nun mein Gesamteindruck?
Das negative zuerst: Ich sehe es als eine gigantische, wirklich riesig und bittere Minuszahl, dass die Videowiedergabe nicht korrekt funktioniert (bzw. das Betriebssystem sie fubar’d). Wenn die Distro schon Sound, Grafikkarte etc. erkennt, warum kann sie dann nicht eine vernünftige Videowiedergabe in den Windowmanager implementieren?
Doch das ist auch so ziemlich der einzige negative Punkt: Ubuntu ist eine sehr geniale Distro, die einem das Gefühl der Vollständigkeit gibt – was meiner Meinung sonst nur Mandrake für Desktoplinux geschafft hat (bisher!). Das Packet kommt mit sinnvoller Software, nicht dem üblichen Dreck wie 10 Browsern, 20 Mailclients und 30 Texteditoren. Ich habe Nano als Konsolentexteditor, ich habe Firefox als Browser und ich habe Thunderbird als Mailclient. Mehr will ich nicht, mehr brauche ich nicht. Die GNOME GUI ist extrem nett, läuft sehr flott (was bei GNOME nicht immer der Fall war in der Vergangenheit) und mit den Packetmanagementtools rund um APT-GET liegt der Distro ein unglaublich mächtiges Potential in Sachen Skalierbarkeit zugrunde.
Für wen ist Ubuntu was?
Sobald das Team mir den TV-Out gewährt werde ich Ubuntu Jünger. Ich würde es mir dann sogar als primäres Betriebssystem installieren, denn Guild Wars läuft mit WineX, Photoshop läuft mit Wine, Mediaplayer hab ich genug unter Linux (VLC that is), ich hätte ein extrem aufgeräumtes, sicheres und durchdachtes System welches ich wirklich gut anpassen kann. Ubuntu ist aber auch ein extrem gutes System für Anfänger, denn es ist sehr aufgeräumt und strukturiert, hilft dem Nutzer bei der Anpassung und hat sinnvolle Kommentare in den Konfigurationsdateien (nicht wie httpd.conf alá Apache, wo 2000 Zeilen Kommentare für 10 Befehle stehen
).














Ich find linux so toll weil man dafür keinen keygen braucht und die download seiten keine porno werbung haben!
Ich hab mir Ubuntu jetzt sogar als ständiges OS installiert, das Problem mitm TV Out will ich unbedingt fixen, dann hab ich ein extrem gutes Betriebssystem (wobei Windows mindestens genauso gut ist!).
@Lupin: Aye, ’tis true!